Kirchengemeinde Hl. Dreifaltigkeit Hunteburg

Kirchengemeinde Hl. Dreifaltigkeit Hunteburg

Spendenprojekt

Bildung und Chancen für Waisenkinder in Südafrika

In diesem Jahr hat sich bei unserem Kirchenprojekt in Südafrika einiges geändert. Aus diesem Grund haben wir von Henrik Bennewitz (Kontaktperson für das Kirchenprojekt/links bei einem Besuch in Südafrika) diesen Brief erhalten:

…seit über 5 Jahren kümmere ich mich, gemeinsam mit meinem Freund und Projektpartner Erich Bayer aus München, ehrenamtlich um Waisenkinder in Südafrika. Unsere Kontaktpersonen vor Ort in der Provinz KwaZulu-Natal sind Bischof José Luis Ponce de León IMC und bis Mitte Mai 2015 Schwester Lidia Danyluk vom Orden der Dominikanerinnen. Schwester Lidia leitete das Waisenkinder Projekt seit 2003. Die von uns sehr geschätzte Schwester Lidia ist nun seit Mitte Mai leider nicht mehr in Hlabisa tätig. Der Orden der Dominikanerinnen hat ihr nach 12 sehr engagierten Jahren in Hlabisa ein neues Aufgabengebiet zugeteilt. Schwester Lidia kümmert sich nun in Johannesburg um das Wohl von Flüchtlingen, die u. a. aus dem Kongo, Somalia, Süd-Sudan und anderer afrikanischer Staaten nach Südafrika gekommen sind.

Nach einigem Suchen und vielen Recherchen hatten wir das Glück, über die Schwestern des Mallersdorfer Franziskanerinnen-Orderns, südlich von Regensburg, einen neuen Kontakt nach KwaZulu-Natal, unserem bisherigen Einsatzgebiet, herstellen zu können. In Südafrika nennen sich die Schwestern “Nardini-Sisters“, nach dem Priester Paul Josef Nardini aus Pirmasens (1822-1862). So war ich in der letzten Augustwoche zusammen mit Erich Bayer wieder in Südafrika, um mit den Nardini-Schwestern eine neue Basis für unser Projekt „Bildung und Chancen für Waisenkinder in Südafrika“ zu finden.

Von Durban fuhren wir nach Nkandla und waren dort zu Gast bei den Nardini Schwestern. Nkandla liegt mitten im landschaftlich sehr schönen Zulu-Land, 550 km südlich von Johannesburg und 200 km von Durban entfernt. Die HIV-Rate liegt in dieser Gegend immer noch bei über 40 Prozent, die Arbeitslosigkeit bei fast 90 Prozent. Die Lebenserwartung der Menschen beträgt mittlerweile etwas über 60 Jahre - im Jahr 2003 lag die Lebenserwartung noch bei nur 49 Jahre.

Diese Umstände waren im Jahr 2006 u. a. der Auslöser für die Nardini-Sisters das „Sizanani Outreach Programm“ (SOP) ins Leben zu rufen. Wörtlich übersetzt bedeutet Sizanani „wir helfen einander“. Gemeinsam mit den deutschen Schwestern Sr. Ellen und Sr. Melinda sowie der südafrikanischen Koordinatorin für das SOP-Projekt, Mrs. Nkosazana Dlamini-Haas, haben wir sieben der über 1.000 Familien besucht, die derzeit rund um Nkandla durch die Schwestern, Caregiver und Sozialarbeiter betreut werden.

Die Schwerpunkte der Arbeit mit den Waisenkindern und Familien sind:

  • Aufklärung, Beratung und Tests bezüglich HIV / Aids, auch in Schulen und Gemeinden
  • Unterstützung bei der Beantragung von Papieren, wie Geburtsurkunden und Ausweisen, um Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen und um dafür zu sorgen, dass die Kinder die finanzielle Unterstützung, wie z. B. Waisenrente vom südafrikanischen Staat erhalten
  • Kauf von Schuluniformen und -materialien, um den Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen
  • Finanzierung des Essens in der Schule
  • Kauf von Essenspaketen, die u. a. Grundnahrungsmittel, wie Bohnen, Mais, Öl, Seife u.v.m. enthalten
  • Betreiben eines zum SOP gehörenden Waisenhauses mit ca. 30 Waisenkindern
  • Schulungen im Anlegen und Unterhalten von Gärten zur Selbstversorgung sowie der
  • Neubau und/oder Reparaturen (mit Hilfe der Familien) von Hütten bzw. Häusern


Geleitet wird das „Sizanani Outreach Programm“ von Sr. Ellen (rechts/mit bürgerlichem Namen Dr. Maria Lindner, Allgemeinmedizinerin).

Es war außerordentlich beeindruckend zu sehen, mit welcher Hingabe und perfekter Organisation das SOP-Projekt geführt wird. Wir sind sehr froh und glücklich darüber, unsere bisherige, gemeinsame Arbeit nun mit den Nardini-Schwestern zusammen weiter fortführen zu können. Auch sind wir fest davon überzeugt, dass wir mit dem Sizanani Outreach Programm genau dort weitermachen können, wo wir in Hlabisa leider aufhören mussten.
Geleitet wird das „Sizanani Outreach Programm“ von Sr. Ellen (rechts/mit bürgerlichem Namen Dr. Maria Lindner, Allgemeinmedizinerin). Mrs. Nkosazana Dlamini-Haas (Mitte) ist für den Einsatz der ca. 60 Caregiver und Sozialarbeiter verantwortlich (links auf den Bild steht Sr. Melinda, die uns begleitete)

Detaillierte Informationen über unsere neuen Projektpartner finden Sie auch unter:
www.sizananioutreach.org

Am 7. November 2015 trafen sich Vertreter des Arbeitskreises, des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes mit Henrik Bennewitz in Hunteburg. An diesem Tag stellte Henrik Bennewitz das neue Projekt „Sizanani Outreach“ vor. Nach der Präsentation waren wir überzeugt, dass wir als Kirchengemeinde dieses Projekt unterstützen wollen. Wir wollen dazu beitragen, dass Kinder in Südafrika eine Chance auf Bildung bekommen. Das neue Logo ist erstmals auf dem Hunteburger Weihnachtsmarkt zu sehen. Das Projekt wird seit einigen Jahren durch Handarbeiten einiger Frauen unserer Kirchengemeinde unterstützt. Das Projekt „Sizanani Outreach“ wird der Kirchengemeinde am 10. April 2016 im Rahmen eines Aktionstages, unter Mitwirkung von Henrik Benewitz, vorgestellt.

Für Ihr Engagement und große Spendenbereitschaft möchten wir uns herzlich bedanken und hoffen, dass sie das Projekt auch weiterhin unterstützen.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung! Annette Kramer-Ströbel, (Tel. 05475/911374).

Wenn sie das Projekt unterstützen und fördern möchten, können Sie auf folgendes Konto unserer Kirchengemeinde spenden:
Konto-Nr. 1200 678 504
BLZ 265 639 60
IBAN DE87 2656 3960 1200 6785 04
BIC GENODEF1WHO
Verwendungszweck: Sizanani outreach