Kirchengemeinde Hl. Dreifaltigkeit Hunteburg

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„Internationale Woche“ im Pflegezentrum St. Agnes

Beate Ellermann, Sozialpädagogin und stellvertretende Leiterin der Einrichtung, hatte den Anstoß dazu gegeben. Einmal den Senioren – natürlich auf freiwilliger Basis – zusätzliche Ablenkung zu bieten, die Sinne zu fördern. Da sie im begleitenden Dienst tätig ist, war es ihr ein großes Anliegen, Freude zu vermitteln.

Und mit Schwester Carolin aus Indien und den beiden examinierten Krankenschwestern Marina Jelov und Olga Bart aus Russland hatte sie ja schon drei geradezu prädestinierte Mitarbeiterinnen „aus dem Hut gezaubert“.


Die Internationale Woche im St. Agnes stieß auf große Begeisterung: Im Bild (von links) Schwester Carolin und Beate Ellermann mit Seniorinnen. Foto: Willi Schmutte
Die große Aula, seit dem Umbau vor einigen Jahren Treffpunkt für das gemeinsame Essen, für Feiern und Treffen mit Gästen, für Besuche von Musikgruppen und Chören und weiteren gemeinsamen Angeboten, bot beste Voraussetzungen für eine so interessante wie auch unterhaltsame Woche.

Essen aus „Bella Italia“ Pizza und Lasagne, Borschtsch – ein wohlschmeckender Eintopf – aus Russland, Griechenland und Zaziki, das gehörte ebenso zusammen wie der Käse und Holland.

Schwester Carolin hatte einen Film mitgebracht mit herrlichen Bildern aus ihrer indischen Heimat. So manches „Ah“ und Oh“ entfuhr den sichtlich Freude an den Darbietungen empfindenden Bewohnern und auch Gästen im Haus.

Weltbekannte Gebäude, tolle Landschaftsaufnahmen, Informationen über die Größe des Landes, die Sprache, das Klima und vieles mehr. Beate Ellermann hatte die Moderation übernommen und war dafür extra von Schwester Carolin in ein Sari gekleidet. Da wurde schon im Publikum vorgeschlagen, das zur Dienstkleidung zu machen. Die Ordensschwester hatte zu allen Bildern treffende Erklärungen parat, und die Senioren bedankten sich mit Beifall.

Davon bekamen auch Marina Jelov und Olga Bart reichlich. Sie hatten sich bei ihrem Auftritt das typische Gewand angelegt, welche sich erst bei den Tanzbewegungen richtig entfalteten und zur Geltung kamen. Marina Jelov brachte typisch russische Weisen auf dem Klavier, beide gaben eine Tanzdarbietung, erklärten russische Kultur, den Umgang miteinander, die Art der Begrüßung.

Sie hatten Informationen zur Kleidung dabei, zum Essen und Trinken, zu Sitten und Gebräuchen, zu der Art, wie man in Russland Hochzeit feiert. Das Publikum bewunderte die bunten Gewänder, klatschte Beifall und erfreute sich an schmucken Dekos, die aus Russland mitgebracht waren. Und dann nahm wieder der Tag seinen Lauf, Abendbrot, Schlafen und die Vorfreude auf den nächsten Tag: „Welches Land wird dann vorgestellt?“

Ein lohnenswertes Experiment! Fortsetzung folgt? Warum eigentlich nicht... Beate Ellermann erhielt schon den Vorschlag, die Bundesländer in ähnlicher Form vorzustellen.

Quelle: Wittlager Kreisblatt vom 26. Mai 2015
Autor: Willi Schmutte

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